Die Menschen im Iran drohen zwischen den Fronten aufgerieben zu werden.
Загрузка

Die Menschen im Iran drohen zwischen den Fronten aufgerieben zu werden.

Gerade jetzt dürfen wir nicht schweigen
 
Es gibt Momente, in denen die Welt auf ein Land blickt.
 
Und es gibt Momente, in denen die Menschen dieses Landes langsam aus dem Blick der Welt verschwinden.
 
Iran befindet sich heute in einer solchen Situation.
 
Zwischen innerer Repression und äußerer Gewalt.
Zwischen Gefängnissen und Hinrichtungen.
Zwischen wirtschaftlicher Not, Sanktionen und der Angst vor Krieg.
Zwischen fehlenden Medikamenten und fehlender Freiheit.
 
Und während politische Mächte über Interessen, Einfluss, Sicherheit und geopolitische Strategien verhandeln, geraten diejenigen immer weiter in den Hintergrund, um die es eigentlich gehen müsste:
 
die Menschen.
 
Ein Volk zwischen den Fronten
 
Seit Jahren kämpfen Menschen im Iran für Freiheit, Gleichberechtigung und ein Leben in Würde.
 
Frauen widersetzen sich staatlicher Kontrolle über ihre Körper und ihr Leben.
 
Arbeiterinnen und Arbeiter protestieren gegen Armut und fehlende Perspektiven.
 
Studierende fordern Freiheit.
 
Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten kämpfen gegen Diskriminierung und systematische Benachteiligung.
 
Gefangene riskieren selbst hinter Gefängnismauern ihr Leben, um gegen Hinrichtungen und staatliche Gewalt zu protestieren.
 
Die Antwort der Islamischen Republik ist seit Jahrzehnten bekannt:
 
Verhaftungen.
 
Folter.
 
Repression.
 
Unfaire Gerichtsverfahren.
 
Hinrichtungen.
 
Angst.
 
Doch heute kommt eine weitere Gefahr hinzu.
 
Die Gefahr, dass das Leid der Menschen im Iran inmitten geopolitischer Konflikte unsichtbar wird.
 
Wenn über Iran gesprochen wird, aber die Menschen nicht mehr vorkommen
 
Über Iran wird viel gesprochen.
 
Über Atompolitik.
 
Über Sanktionen.
 
Über militärische Angriffe.
 
Über regionale Machtinteressen.
 
Über Verhandlungen zwischen Staaten.
 
Doch viel zu selten wird die entscheidende Frage gestellt:
 
Was geschieht mit den Menschen?
 
Was geschieht mit der Mutter, die nicht weiß, ob sie die Medikamente für ihr krankes Kind bezahlen oder überhaupt finden kann?
 
Was geschieht mit dem politischen Gefangenen, dessen Name kaum jemand kennt?
 
Was geschieht mit den Familien der zum Tode Verurteilten, die jeden Morgen mit der Angst aufwachen, dass der nächste Anruf aus dem Gefängnis kommt?
 
Was geschieht mit einer Generation junger Menschen, die Freiheit fordert und stattdessen mit Gefängnis, Gewalt und Tod bedroht wird?
 
Menschen dürfen nicht zu Kollateralschäden politischer Interessen werden.
 
Weder durch die Gewalt eines Regimes.
 
Noch durch Krieg.
 
Noch durch eine Politik, deren Folgen vor allem diejenigen treffen, die ohnehin kaum Möglichkeiten haben, sich zu schützen.
 
Das Schweigen schützt niemals die Unterdrückten
 
Die Islamische Republik profitiert davon, wenn die Welt wegschaut.
 
Sie profitiert davon, wenn Namen vergessen werden.
 
Wenn Hinrichtungen nur noch Zahlen sind.
 
Wenn politische Gefangene aus den Nachrichten verschwinden.
 
Wenn die Menschen im Iran nur noch als Teil eines geopolitischen Konflikts wahrgenommen werden.
 
Deshalb ist Öffentlichkeit kein Nebenschauplatz.
 
Öffentlichkeit kann schützen.
 
Aufmerksamkeit kann politischen Druck erzeugen.
 
Das Aussprechen von Namen kann verhindern, dass Menschen vollkommen unsichtbar werden.
 
Solidarität kann Grenzen überwinden.
 
Vielleicht können wir nicht jede Hinrichtung verhindern.
 
Vielleicht können wir nicht jedes Gefängnistor öffnen.
 
Vielleicht können wir nicht allein ein repressives System beenden.
 
Aber daraus folgt nicht, dass unser Handeln bedeutungslos ist.
 
Im Gegenteil.
 
Gerade dort, wo Menschen zum Schweigen gezwungen werden, tragen diejenigen außerhalb des Landes eine besondere Verantwortung, ihre Stimmen weiterzutragen.
 
Laut zu sein bedeutet nicht, für Krieg zu sein
 
Wer gegen die Islamische Republik ist, muss keinen Krieg gegen Iran unterstützen.
 
Wer Sanktionen kritisiert, muss die Verbrechen des Regimes nicht relativieren.
 
Wer sich gegen militärische Angriffe ausspricht, muss nicht schweigen, wenn Menschen hingerichtet, gefoltert und verfolgt werden.
 
Menschenrechte dürfen nicht davon abhängen, auf welcher politischen Seite jemand steht.
 
Unsere Haltung muss klar bleiben:
 
Wir stehen gegen die Islamische Republik und ihre systematische Repression.
 
Wir stehen gegen Hinrichtungen.
 
Wir stehen gegen Folter und politische Gefangenschaft.
 
Wir stehen gegen Krieg und die Zerstörung zivilen Lebens.
 
Wir stehen gegen eine Politik, bei der Medikamente, Nahrung und die elementaren Bedürfnisse von Menschen zu Instrumenten politischer Macht werden.
 
Und vor allem:
 
Wir stehen an der Seite der Menschen im Iran.
 
Gerade jetzt müssen wir lauter werden
 
Vielleicht ist die größte Gefahr unserer Zeit nicht nur die Gewalt selbst.
 
Vielleicht ist es die Gewöhnung an die Gewalt.
 
Die nächste Hinrichtung.
 
Die nächste Verhaftung.
 
Der nächste politische Gefangene.
 
Die nächste Familie, die keinen Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten hat.
 
Die nächste Nachricht über Krieg und Zerstörung.
 
Und irgendwann erscheint das Unerträgliche alltäglich.
 
Genau das dürfen wir nicht zulassen.
 
Wir müssen weiter über politische Gefangene sprechen.
 
Wir müssen die Namen der zum Tode Verurteilten nennen.
 
Wir müssen Menschenrechtsverletzungen dokumentieren.
 
Wir müssen politischen Druck fordern.
 
Wir müssen die Stimmen der Menschen im Iran hören und weitertragen.
 
Nicht, weil wir für sie sprechen wollen.
 
Sondern weil ein Regime versucht, ihre Stimmen zum Schweigen zu bringen.
 
Unsere Solidarität endet nicht, wenn die Schlagzeilen verschwinden
 
Die Menschen im Iran brauchen keine Welt, die nur dann hinsieht, wenn Bilder von Protesten, Krieg oder Gewalt die Nachrichten beherrschen.
 
Sie brauchen eine Öffentlichkeit, die bleibt.
 
Eine Solidarität, die nicht müde wird.
 
Eine Menschenrechtsbewegung, die sich weder von Regierungen noch von Ideologien vereinnahmen lässt.
 
Deshalb werden wir weiter sprechen.
 
Über die Gefangenen.
 
Über die Hingerichteten.
 
Über die Frauen.
 
Über die Minderheiten.
 
Über die Familien.
 
Über die Menschen, deren Namen die Welt noch nicht kennt.
 
Wir werden weiter hinschauen.
 
Wir werden weiter dokumentieren.
 
Wir werden weiter erinnern.
 
Wir werden weiter laut sein.
 
Denn solange Menschen im Iran zum Schweigen gezwungen werden, darf unser Schweigen keine Option sein.
 
FreeHuman steht an der Seite der Menschen.
 
Gegen Unterdrückung.
 
Gegen Hinrichtungen.
 
Gegen Krieg.
 
Für Freiheit.
 
Für Menschenwürde.
 
Für das Recht jedes Menschen, selbst über sein Leben und seine Zukunft zu bestimmen.
Weitere Informationen finden Sie auf unserem Instagram-Profil:
Еще об этой компании (0)

Об авторе

FRFreehuman
Культура · Сообщество и гражданское общество
Köln · Nordrhein-Westfalen

Других публикаций об этом бизнесе пока нет.

Посмотреть бизнес-профиль